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Modernes Wissen über Gott, Evolution und den Sinn des menschlichen Lebens.
Eine Methodologie der spirituellen Vervollkommnung.

 
Karma-Yoga (Dienen)
 

Ökopsychologie/Karma-Yoga (Dienen)


Karma-Yoga (Dienen)

Karma-Yoga heißt: “Weg zur Verschmelzung mit Gott durch Handlungen des Dienens”.

Was bedeutet es nun, Gott zu dienen?

Ein inkompetenter Leser könnte dabei an Gottesdienst denken. Und was ist das? Gebete… Und was sind Gebete? “Gib, o Herr! Gib, o Herr!”…

Ja, für die meisten Gläubigen, die sich als Christen sehen, ist das Gebet eine Bettelei vor Gott. Darin sehen sie auch paradoxerweise ihre Pflicht, ihren “Dienst” an Gott…

Aber Gott braucht unsere Betteleien nicht! Er schenkt ihnen kein Gehör! Sonst würden Ihm “die Ohren weh tun” von dem ganzen durch Menschen erdachten Unsinn, von den Anrufungen an Ihn gleichsam wie an einen Diener, der dazu verpflichtet sei, allerlei zu servieren.

Was für Ihn wichtig ist, sind unsere Anstrengungen, besser zu werden und anderen Menschen dabei zu helfen. Er wünscht sich unsere aktive Beteiligung — eines jeden! — an Seiner Evolution! Und nicht passives Gejammer in Erwartung von “Barmherzigkeit” aus dem Himmel…

Anderen Menschen auf diesem Weg helfen: Das ist Dienst für Gott! Er selbst erklärte es direkt u.a. durch Jesus Christus, Babadschi, Sathya Sai Baba; viele schöne Worte widmete diesem Thema auch der Apostel Paulus [8,18].

Man darf diese Hilfe aber nicht eng sehen, nur als Predigen und religiösen Unterricht oder das Verfassen einschlägiger Literatur. Nein. Damit die Menschen fruchtbar auf der Erde leben und evolvieren können, benötigen sie auch noch Wohnung, Essen, Kleidung, Brennstoff, Transportmittel, Sicherheit, medizinische Hilfe, eine Ausbildung in Lesen, Schreiben und Wissenschaften und vieles andere. Darum heißt Karma-Yoga, anderen Menschen in allem Guten zu helfen.

Ein überaus wichtiges Merkmal des Karma-Yoga ist auch das richtige Handlungsmotiv: d.h. man handelt nicht um eines Vorteils oder einer Belohnung willen, etwa in Form von Bezahlung. Man handelt, um anderen zu helfen, um sie zu beschenken. Dies bedeutet aber nicht unbezahlte Arbeit. Es liegt dann aber schon bei demjenigen, dem geholfen wird, und bei Gott, für das materielle Wohlergehen des Gebenden zu sorgen.

Mit anderen Worten: Wechselseitige “Kalkulationen” edelmütiger Menschen, die einander helfen, sind ein Austausch von Gaben. Alle nötigen Einzelheiten der “Gaben-Theorie” sind durch Gott im 17. Kapitel der Bhagavad Gita dargelegt worden [8,18].

Das Wichtigste dabei: Gott sieht nur jene Gaben als sattvisch, also wahrhaftig und rein, die einem würdigen Menschen zu rechter Zeit und am angemessenen Ort gegeben werden.

Eine vollständige Definition von Karma-Yoga lautet somit: uneigennützige Unterstützung aller Würdigen in allem Guten.

Es ist sehr wichtig zu unterstreichen: Ein Mensch entwickelt sich richtig nicht durch Schmarotzertum und Bettelei, nicht durch endloses Wiederholen von Gebeten und Körperbewegungen bei religiösen Riten, sondern durch kreative Anstrengung und durch aktive Liebe zu anderen evolvierenden Wesen, die sich in aktiven Werken um ihres Wohlergehens willen äußert.

Sathya Sai Baba erläutert die Idee des Karma-Yoga an einem anschaulichen Beispiel. Er sagt: Wenn wir Mitglieder ein und derselben Familie sind, dann wollt ihr doch nicht beim Familienoberhaupt um einen Lohn für jede zuhause verrichtete Arbeit bitten. Gegen Geld arbeiten Fremde, nicht Angehörige. So dürft auch ihr, wenn ihr Gott als euren Vater empfindet, keine Geschäfte mit Ihm anstellen; ihr solltet vielmehr im Interesse Seines Werkes wirken, um Seinetwillen, um der Evolution willen, nicht um euch selbst willen [10].

Gerade wenn wir so handeln, hilft Gott uns dabei, uns sowohl intellektuell zu entwickeln als auch in der Liebe und Kraft.

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